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Forum für die Diskussion der gestalterischen und technischen Aspekte und Besonderheiten der Fotografie auf Film, d.h. für allgemeingültige, nicht auf konkrete Geräte bezogene Themen

Rubriken: Filme; Farbnegativfilme, Farbumkehrfilme, Schwarzweißnegativfilme, Farbumkehrfilme

Auf spezielle Fotogeräte bezogene Themen könnt ihr am besten in einer der passenden Rubriken unter Systemtechnik oder anderer Gerätetechnik diskutieren, sofern das Thema oder die Frage keine Allgemeingültigkeit über ein bestimmtes Gerät hinaus besitzt. Speziell die folgenden Unterrubriken sollten für euch interessant sein:

Allgemeine Systemtechnik

AF-SLRs mit A-Bajonett von Minolta (Dynax, Maxxum, Alpha)
AF-SLRs mit V-Bajonett von Minolta (Vectis)
MF-SLRs mit SR-Bajonett von Minolta u.a. (SR/MC/MD)
MF-SLRs mit AR-Bajonett von Konica
MF-SLRs mit F-Bajonett von Konica

Objektive
Blitzgeräte
Allgemeines Systemzubehör (nicht gehäuse-, blitz- und objektivspezifisch)

Meßsucherkameras
Mittelformatkameras
Kleinformatkameras (für Kleinbildfilm u.a. Formate)

Verschiedene Gerätetechnik

 
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matthiaspaul
Beitrag 2011-06-03, 14:08
Beitrag #1  Angeheftet


Administrator


Mitglied seit: 2004-06-08


Hallo zusammen,

ich habe gerade zwei Artikel gelesen, die sich mit der aktuellen Marktsituation der Fotografie auf Film beschäftigen, allerdings beide nicht ins Detail gehen.

In dem einen Artikel wird (am Beispiel Kodaks) der Sinkflug der analogen Fotografie anhand der Zahl der (in den USA) verkauften Filme und Kameras in den letzten zehn Jahren beschrieben und das Verschwinden der analogen Fotografie innerhalb von weniger als zehn Jahren vorausgesagt:

http://www.npr.org/templates/story/story.p...oryId=136795151
ZITAT
At the turn of the 21st century, American shutterbugs were buying close to a billion rolls of film per year. This year, they might buy a mere 20 million, plus 31 million single-use cameras — the beach-resort staple vacationers turn to in a pinch, according to the Photo Marketing Association.

Eastman Kodak Co. marketed the world's first flexible roll film in 1888. By 1999, more than 800 million rolls were sold in the United States alone. The next year marked the apex for combined U.S. sales of rolls of film (upward of 786 million) and single-use cameras (162 million).

Equally startling has been the plunge in film camera sales over the last decade. Domestic purchases have tumbled from 19.7 million cameras in 2000 to 280,000 in 2009 and might dip below 100,000 this year, says Yukihiko Matsumoto, the Jackson, Mich.-based association's chief researcher.

For InfoTrends imaging analyst Ed Lee, film's fade-out is moving sharply into focus: "If I extrapolate the trend for film sales and retirements of film cameras, it looks like film will be mostly gone in the U.S. by the end of the decade."


In dem anderen Artikel wird (aus britischer Sicht) hingegen von wieder steigenden Verkaufszahlen für Filme und Abzüge speziell innerhalb des letzten Jahres berichtet, nachdem die Zahlen vorher auch stark eingebrochen waren:

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbys...-come-back.html
ZITAT
According to Harman Technology, the company which bought Ilford - the country's best known black and white photography supplier - after it collapsed, sales of film have increased by about 8 per cent over the last year, following years of decline.
[...]
Edgar England, the manager of West End Cameras, a shop in central London, said that he was processing between 10 per cent and 15 per cent more traditional pictures than a year ago, with traditional film outstripping digital prints by a ration of 25 to one.

Wie schätzt ihr das ein? Gibt es eine Konsolidierung am Markt oder ist das Wunschdenken? Hat jemand Zahlenmaterial zu dem Thema?

Viele Grüße,

Matthias


-- 
"All the important human advances that we know of since historical times began
have been due to individuals of whom the majority faced virulent public opposition."

--Bertrand Russell


http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showtopic=13448 (Minolta Forum Thread Index)
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Michaelhz
Beitrag 2011-06-03, 14:27
Beitrag #2  Angeheftet


Mitglied


Mitglied seit: 2004-09-28


QUOTE (matthiaspaul @ 2011-06-03, 15:08) Springe zum Beitrag
Wie schätzt ihr das ein? Gibt es eine Konsolidierung am Markt oder ist das Wunschdenken? Hat jemand Zahlenmaterial zu dem Thema?

Tja, was soll man da sagen. In der Familie bin ich der Einzige, der noch analog fotografiert. Da kommt man sich ein wenig so vor, wie die Unbeugsamen im bekannten gallischen Dorf.

Die Filmversorgung ist nach wie vor gut. Ich habe bisher den Ektachrome 100 in der Amateurversion eingesetzt. Diesen bekommt man leider nur noch für viel Geld im Fachhandel. Mittlerweile bin ich auf die Diskounter umgestiegen, d.h. der Film (verpackt als Paradies 100 bei dm) für 2,99 und die Entwicklung bei Mediamarkt für 1,00. So billig war die Diafotografie noch nie. Die Qualität der Entwicklung ist auch i.O. Die bekannten Streifen durch maschinelle Trocknen treten extrem selten auf.

Zu meiner Einschätzung:
In meiner Stadt (50,000 Einwohner) gibt es einen zentralen dm, da ist der Diafilm öfters ausverkauft. Ich kaufe dort immer in 10er oder 20er Packs, bin aber offensichtlich nicht der Einzige. Der Markt scheint sich also zu konsolidieren. Ob auch Wachstum eintritt, könnte man am zunehmenden Angebot für Filme sehen. Ich glaub nicht dran.

Gruß
Michael


-- 
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opelgt
Beitrag 2011-06-03, 14:45
Beitrag #3  Angeheftet


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Mitglied seit: 2005-09-15



Der Onlinehändler -www.fotofachversand.at- hat folgende Analyse der Onlineverkäufe an Endkunden veröffentlicht:

ZITAT
Das Interesse an traditioneller, filmbasierender Fotografie hat in junger Vergangenheit wieder stark zugenommen. Dieser Trend zeichnet sich nicht nur an den Aktivitäten in den einschlägigen Internetforen ab, sondern lässt sich erfreulicher Weise auch am Absatz von Film, Chemie und Fotopapier ausmachen. Unsere jüngste Umsatzauswertung zeigt eine stark steigende Tendenz aber auch ein deutlich anderes Konsumverhalten. Die Zusammenstellung der Warenkörbe zeigte sich im vergangenen Jahr deutlich "vielfältiger" als in der Vergangenheit.



Filmverkauf 2010
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Reisefoto
Beitrag 2011-06-03, 15:08
Beitrag #4  Angeheftet


Moderator


Mitglied seit: 2006-03-04


Ich glaube, dass nach dem extremen Einbruch nun eine Konsolidierung einsetzt, keinesfalls jedoch ein aufwärtsgerichteter Trend. Bei den echten Fotografieliebhabern (ein kleine Minderheit im Masenmarkt) mag es eine nostaligische Rückbesinnung geben, aber die machen nicht den Umsatz. Onlinehändler werden den Markt nicht treffend abbilden, denn dort kaufen schon die eher kenntnisreichen und begeisterten Kunden ein.

Hier und auch im Ausland sehe ich jedenfalls überall die Filme aus den Geschäften verschwinden; bestenfalls gibt es noch einen Standardfilm. So eine vielfältige Auswahl an Kameras und Filmen, wie es in deutschen Fotogeschäften gab, findet / fand man ohnehin kaum irgendwo auf der Welt (abgesehen von NY, Hongkong und Singapur).

Ich gehe davon aus, dass die analoge Fotografie weiterhin an Bedeutung verlieren wird (aber nun langsamer), aber dass sich ein Nischenmarkt mit vielleicht sogar neuen Anbietern entwickelen wird, der die analoge Fangemeinde versorgt. Immerhin werden inzwischen ja auch wieder Plattenspieler hergestellt.



-- 
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opelgt
Beitrag 2011-06-03, 16:49
Beitrag #5  Angeheftet


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Mitglied seit: 2005-09-15



Auszug aus einem Interview anlässlich der Portra 400 Vorstellung mit dem US Marketing Manager von Kodak Scott DiSabato:

ZITAT
In an interview with the British Journal of Photography, Kodak's US marketing manager for Professional film Scott DiSabato said that sales of color film are steady, and that black and white is "doing extremely well". He sees it as a mini-revolution, adding that "it almost feels that there is a very real resurgence for film. "And this strong market is letting Kodak release brand new emulsions[...]
Clearly, Kodak is confident that the world of photography is in the midst of what DiSabato calls "a very real resurgence for film" - especially, as it turns out, with today's youth. "Once they do get a hold of film in a university, they just seem to fall in love with it,"DiSabato explains.


Der Beitrag wurde von opelgt bearbeitet: 2011-06-03, 16:57
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u. kulick
Beitrag 2011-06-03, 17:16
Beitrag #6  Angeheftet


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Mitglied seit: 2005-05-30


Es ist ein Trend für Spezialisten. Für die einen ist ihr gewohnter Film immer schwerer zu bekommen, für die anderen gibt es wunderbare neuere Filmsorten wie Agfa APX (S/W) , den neuen Einheits-Portra (Kodak) oder Impossible (Polaroid). Gerade eben hab ich gesehen, dass die Müller-Drogerie hier keinen APS-Film mehr anbietet. Und die alten Portras in zwei Varianten sind auch nicht mehr zu bekommen. Die einen geben sich geschlagen und wechseln zu digital, den anderen wachsen die neuen Filme ans Herz. Sagen wir also mal, es besteht die Chance, dass die Zunahme der Nachfrage für die neuen Filme und die Abnahme des Angebotes der alten FIlme sich eine zeitlang die Waage halten u.a. wegen des z.Zt. anhaltenden Interesses an klassischen Kameras, und weil der Filmabsatz bereits nur noch ein Bruchteil dessen ist, was er früher mal war. Wenn die Impossible-Filme noch besser werden, werden die sich auch dauerhaft am Markt halten, weil das Phänomen chemische Fotografie in einem Aufwasch einfach zu faszinierend ist und bleibt. Vor allem Werkstätten, die die SX-70 reparieren können, bekämen dann nachhaltig Konjunktur.
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MarkGust
Beitrag 2011-06-03, 19:18
Beitrag #7  Angeheftet


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Mitglied seit: 2008-07-23


Hallo zusammen

Mit Zahlen kann ich leider nicht aufwarten. Ich habe aber mit Erstaunen festgestellt, dass die analoge Fotografie lebt! Dieses Jahr fotografierte ich mit meiner Dynax 9 an zwei Flohmärkten in Zürich und traf zu meiner grossen Überraschung einige Teenies mit analogen Kameras, in etwa aus der SR-T 101 Zeit. Dabei dachte ich doch, außer mir fotografiert keiner hier analog... Eines der Girls habe ich angesprochen und nachgefragt. Sie erklärte mir, sie hätten von der Schule den Auftrag bekommen, sich mit analoger Fotografie zu befassen. Ob das wohl Hoffnung macht für die Zukunft der analogen Fotografie?

Was Filme anbelangt, gibt es bei uns, soweit mir bekannt ist, keine Probleme. außer dass es AGFA nicht mehr gibt, da vermisse ich den Prof.50. Nun benutze ich Kodak Professional und die bekomme ich eigentlich gut und überal.
Die Filme lasse ich immer noch beim selben Labor Studio13 seit 1976, als ich angefangen habe zu fotografieren, entwickeln.

Die Filme, die ich benutze sind:

KODAK EKTACHROME E100G / EKTACHROME E100VS / ELITE-CHROME 100
ELITE-CHROME 200 / ELITE-CHROME Extra Color 100

Es gibt noch die Serie Kodak Farbwelt 100 / 200 / 400

Preise: E100G und E100VS Dia CHF. 11.40

Farbwelt 100 CHF. 4.15
Farbwelt 200 CHF. 4.55
Farbwelt 400 CHF. 4.75

Entwicklung beim Studoi13:

Dia-Filme gerahmt / ungerahmt CHF. 15.00
Negativ-Filme CHF. 12.00

Ich habe das ganze noch in pdf angehängt!

Gruß Markus
Angehängte Datei(en)
Angehängte Datei  Kodak_Film_Serie.jpg ( 55.23KB ) Anzahl der Downloads: 35
Angehängte Datei  Hallo_zusammen_2.pdf ( 138.65KB ) Anzahl der Downloads: 7
 
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Tele-M
Beitrag 2011-06-03, 21:12
Beitrag #8  Angeheftet


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Mitglied seit: 2006-07-03


Hallo beisammen!

Ob sich hier ein Trend messen läßt, ist schwer zu sagen. Ich denke aber, daß die klassische Fotografie als bahnbrechende Erfindung, die sie war und ist, Bestand haben wird.
Ein Foto - auf Diapositiv oder Negativ - hat Dokumentcharakter, ist authentisch, wie es eine Digitalaufnahme nicht sein kann, da sie sich zwangsläufig dem Generalverdacht der Manipulation per Software aussetzt.

Die digitale Bilderwelt will einerseits alles möglich machen und suggeriert die unbegrenzte Illusion (immer aufwendigere u. "realistischere" Videospiele etc.), andererseits festigt sie damit unweigerlich das Veränderliche. Beides zu sein - authentisch und wechselhaft - gelingt ihr nur schwer (falls es überhaupt möglich ist).

Im Unveränderlichen steckt eine Authentizität, die sicher ihre Anhänger haben und noch bekommen wird.
Die unbegrenzte Veränderbarkeit des digitalen Bildes ist oft reizvoll, kann aber auch rasch ermüden. So werden verschiedene Naturen angesprochen. Und das Ergebnis dürfte sein, daß beide Bestand haben.
Aus der Medienfotografie, die oft nur das perfekte Ergebnis sucht und nicht nach dem Weg zum Bild fragt, ist die Digitalfotografie nicht mehr wegzudenken. Sie bringt zu viele (v.a. ökonomische) Vorteile.
Für den künstlerischen Bereich muß das nicht in gleicher Weise gelten.

Der technische Fortschritt hat hier eine andere Qualität als im Falle von Schreibmaschine und PC, Langspielplatte/Magnetband und CD. Da ging es um technische Verbesserungen, die alle bewährten Vorzüge der alten Technik übernahmen und durch neue noch steigerten. Die alte Technik behielt lediglich ideellen oder ästhetischen Wert.
Die Fotografie wurde durch die Digitalisierung zwar für manche Zwecke praktischer, die Bilder wurden jedoch nicht automatisch besser. Gute Fotografen konnten schon vor 20 Jahren wunderbare Fotos machen, die heute digitale Fotografen vor große Herausforderungen stellen würden. Die Digitalisierung hat zu einer Fotoinflation geführt: Noch nie waren so viele Kameras im Umlauf, noch nie wurde so viel fotografiert. Treibende Kraft war natürlich nicht zuletzt das Internet, das die Verbreitung der Fotos unglaublich beschleunigt hat.
Das Bildergebnis hängt aber nach wie vor vom Fotografen ab - nicht von der Kamera.

Gruß aus Berlin

Tele-M
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u. kulick
Beitrag 2011-06-03, 22:20
Beitrag #9  Angeheftet


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Mitglied seit: 2005-05-30


Noch sagt uns die Statistik garnichts. Z.B. kann ein Penny-Stock auf niedrigem Niveau immer wieder 100%-Sprünge nach oben machen, aber dann geht es gleich wieder 50% nach unten. Der Filmabsatz laut in obengenannten Artikeln genannter Statistik ist schon auf vergleichbar niedrigem Niveau - es werden mehr Wegwerfkameras mit Film als Filme verkauft! Nachaltig wird der Trend erst, wenn Filme, die die Benutzer heute überzeugen, auch langfristig angeboten werden. Impossible ist einer der Favoriten für ein langfristiges Angebot, weil die es geschafft haben, den Instantfilm zu "entgiften", d.h. chemisch zeitgemäßer neu zu kreieren. Die noch im Umlauf befindlichen Original-Polaroid-Filme sind dagegen die reinste Giftpampe. Zu hoffen ist, dass kleine Hersteller wie Adox und Efke zunächst retten, was zu retten ist an guten Filmprodukten, und dass engagierte Fotofachhändler diese Filme per Internet oder wie auch immer gut vermarkten. Kodak sollte sich darauf konzentrieren, wie Impossible an nachhaltigen Filmchemiekonzepten auch für Dia- und Negativfilm zu arbeiten. Dann gibt es Kodak bald in grüner Schachtel smile.gif
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Markus_FCB
Beitrag 2011-06-05, 22:28
Beitrag #10  Angeheftet


Mitglied


Mitglied seit: 2010-12-05


Eigentlich habe ich bis gestern quasi analog fotografiert.
Einen Trend zur analogen Fotografie sehe ich nicht. Vielmehr scheint der Abwärtstrend gestoppt zu sein.
Die letzten analogen Fotografen, die jetzt noch ins Digitale wechseln, werden durch Neueinsteiger ins Analoge und Neugierige kompensiert, aus meiner Sicht.
Das Angebot, das Geschäft wie dm oder gut sortierte Fotogeschäfte /-abteilungen hinsichtlich Filme und Filmentwicklung anbieten, ist in den letzten Monaten quasi konstant geblieben.


Für mich hat die analoge Fotografie nach wie vor ihren Charme.
Deshalb werde ich auf alle Fälle meine analoge Kamera behalten und aktuell habe ich 3 Filme im Kühlschrank, für alle Fälle.
Auch meine angefangene Fotoserie über Stuttgart will ich analog fertig fotografieren, und nicht dabei digital weitermachen.

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Reisefoto
Beitrag 2011-06-06, 2:27
Beitrag #11  Angeheftet


Moderator


Mitglied seit: 2006-03-04


ZITAT(u. kulick @ 2011-06-03, 23:20) Springe zum Beitrag
Dann gibt es Kodak bald in grüner Schachtel smile.gif


Da war doch Perutz drin!


-- 
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valentino ducati
Beitrag 2011-06-06, 18:11
Beitrag #12  Angeheftet


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Mitglied seit: 2006-12-25


ZITAT(Markus_FCB @ 2011-06-05, 22:28) Springe zum Beitrag
Eigentlich habe ich bis gestern quasi analog fotografiert.
Einen Trend zur analogen Fotografie sehe ich nicht. Vielmehr scheint der Abwärtstrend gestoppt zu sein.
Die letzten analogen Fotografen, die jetzt noch ins Digitale wechseln, werden durch Neueinsteiger ins Analoge und Neugierige kompensiert, aus meiner Sicht...


Wenn ich meine nähere Bekanntschaft anschaue, so ist beides ersichtlich:
- alte analogler, welche viele Jahre nur noch digital arbeiteten, kommen wieder auf film zurück (aus X verschiedenen Gründen)
- junge Menschen, welche nur digital kannten, wagen den Schritt ins Analoge (und bleiben wegen "cool" bis "fasziniert" dabei)

In den letzten 5 Jahren könnte ich niemanden nennen, welcher umgekehrt mit analog aufgehört hat und nur noch digital schießt. Vielleicht ist die Bereinigungsphase tatsächlich vorbei? Es wäre zu hoffen...


-- 
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opelgt
Beitrag 2011-06-06, 18:50
Beitrag #13  Angeheftet


Mitglied


Mitglied seit: 2005-09-15



Der "Massenmarkt" ist digital, aber an dem Fortbestand der filmbasierten Fotografie hat die oftmals belächelte Lomographie
einen nicht zu vernachlässigenden Anteil:


Lomo, Polaroid und Mittelformat - Der-analoge-Blick


ZITAT
"Die große Masse ist verloren", sagt Hartmuth Schröder von der Firma Maco Photo Products. "Die Leute, die früher ihre Filme im Supermarkt gekauft haben, die sind für immer weg. Aber die Anzahl der analogen Fotografen, die steigt wieder." Schröder muss es wissen, denn er ist Direktor der Fotoabteilung bei Maco, einer der führenden Film- und Fotozubehörlieferanten in Deutschland. "Wir haben im Jahr 2009/2010 erstmals annähernd wieder die Zahlen vom Jahr 1995 erreicht", sagt Schröder. "Es ist vor allem der anspruchsvolle Sektor, der wieder extrem gut läuft."


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kieloben
Beitrag 2011-06-06, 20:07
Beitrag #14  Angeheftet


Mitglied


Mitglied seit: 2010-02-14


ZITAT
Wenn ich meine nähere Bekanntschaft anschaue, so ist beides ersichtlich:
- alte analogler, welche viele Jahre nur noch digital arbeiteten, kommen wieder auf film zurück (aus X verschiedenen Gründen)
- junge Menschen, welche nur digital kannten, wagen den Schritt ins Analoge (und bleiben wegen "cool" bis "fasziniert" dabei)


Ist auch meine Beobachtung, wenn ich mich so umsehe. Habe in letzter Zeit vor allem junge Frauen mit analogen SLRs auf der Straße gesehen.
Ich selber fotografiere übrigens viel mehr Filme als früher, wenn ich rumknipse nehme ich halt einen der Drogeriefilme und lasse dort auch entwickeln/vergrössern. Früher habe ich nur sehr sparsam ausgelöst.
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u. kulick
Beitrag 2011-06-07, 18:38
Beitrag #15  Angeheftet


Mitglied


Mitglied seit: 2005-05-30


QUOTE (opelgt @ 2011-06-06, 18:50) Springe zum Beitrag
Der "Massenmarkt" ist digital, aber an dem Fortbestand der filmbasierten Fotografie hat die oftmals belächelte Lomographie
einen nicht zu vernachlässigenden Anteil:


Die ebay-Anbieter bieten ihre Minoltas deshalb schon als Lomographie-Kameras an smile.gif

http://cgi.ebay.de/MINOLTA-AF-C-looks-a-lo...Y-/220795133480
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fwiesenberg
Beitrag 2011-06-07, 19:15
Beitrag #16  Angeheftet


Moderator


Mitglied seit: 2004-11-03


Bei mir ist der Trend in diesem Jahr eher ungekehrt: Vier oder fünf Kameras sind mit s/w-Film geladen. Aber ich habe keine Zeit, mal einen Film davon voll zum machen... ninja.gif


-- 
Grüße aus dem Westen der Republik!
Frank.


______________________________________________________________________________

http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showtopic=13448
www.fotowiesenberg.de

... zur Interpunktion:
"Als Mitglied der Uralten und Ehrwürdigen Loge ... war es für Herrn Parker Ehrensache, seine Satzzeichen niemals an die richtigen Stellen zu setzen."

(Terry Pratchett in "Schöne Scheine")

... zur Groß- und Kleinschreibung:
Ich behalte mir vor, Beiträge, die die in unserem Sprachraum allgemein übliche Groß- und Kleinschreibung ohne nachvollziehbare Begründung vermissen lassen, komplett zu ignorieren.
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Stuessi
Beitrag 2011-06-20, 17:51
Beitrag #17  Angeheftet


Neues Mitglied


Mitglied seit: 2005-06-02


Nach einigen Jahren digital habe ich vor einer Woche mal eine x700 mit ADOX-CMS20 und eine Digiknipse DSC-WX1 an die Nordsee mitgenommen. Mehrere Aufnahmen habe ich parallel gemacht zum Vergleichen.
Die X700 habe ich auf die niedrigste Empfindlichkeit 25 ASA und + 1 Blendenstufe eingestellt. Um nicht zu verwackeln wurde höchstens auf Blende 4 abgeblendet. Objektive: 35mm/1,8 und 50mm/1,4 und 85mm/1,7. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Der Adox-Film überzeugt durch sein praktisch unsichtbares Korn. Der Aufwand lohnt aber nur, wenn anschließend eine große Vergrößerung gemacht wird... Für "den Hausgebrauch", bleibe ich nach diesem Intermezzo doch bei der digitalen Fotografie.
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rhineroo
Beitrag 2012-06-29, 23:44
Beitrag #18  Angeheftet


Mitglied


Mitglied seit: 2005-10-30


ZITAT(Stuessi @ 2011-06-20, 18:51) Springe zum Beitrag
Nach einigen Jahren digital habe ich vor einer Woche mal eine x700 mit ADOX-CMS20 und eine Digiknipse DSC-WX1 an die Nordsee mitgenommen. Mehrere Aufnahmen habe ich parallel gemacht zum Vergleichen.
Die X700 habe ich auf die niedrigste Empfindlichkeit 25 ASA und + 1 Blendenstufe eingestellt. Um nicht zu verwackeln wurde höchstens auf Blende 4 abgeblendet. Objektive: 35mm/1,8 und 50mm/1,4 und 85mm/1,7. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Der Adox-Film überzeugt durch sein praktisch unsichtbares Korn. Der Aufwand lohnt aber nur, wenn anschließend eine große Vergrößerung gemacht wird... Für "den Hausgebrauch", bleibe ich nach diesem Intermezzo doch bei der digitalen Fotografie.


Der ADOX CMS20 zeigt nicht nur die die Auflösungsgrenze jeder! Optik, als SW-Film stehen vorschriftsmäßig verarbeitete SW-Negative generell für unübertroffene Archivsicherheit (Dokumentation, Kultur). Digital ist es der Druck mit pigmentierten Farben mit der längsten "Halbwertzeit".
Die Generation: "Ich, hier und jetzt und nach mir die Sintflut" wird es hoffentlich noch zu schätzen wissen.

Allerdings zeigen MP3 und Peripherie, wie der mühsam erarbeitete "gute Ton" der Musikreproduktion in kürzester Zeit
wieder kaputt gemacht wurde (Ökonomie, Werbung und eine inkompetente Masse, die "billig" Spaß haben wollte).
Wenn man ehrlich ist, begründete das auch einst den Erfolg der KB-Photographie über die üblichen großen Aufnahmeformate. Ursprünglich soll die KB-Kamera ja für Testentwicklung von Cine-Film-Szenen gedacht gewesen sein.
Ein Beispiel für extreme Vergackeierung von Amateur-Photographen:
http://www.kameradoktor.de/tomioka1,255mm/

Da Produktionsstraßen für Analogfilme aufwändig sind und sich rechnen müssen, werden mit Sicherheit sehr bald Farbfilme vom Markt verschwinden.
Bei SW bin ich optimisch und hoffe persönlich, dass Planfilme und 35mm aus denselben Güssen stammen und erst nachträglich konfektioniert werden.

Wie beim Auto oder in der Akustik oder, oder... geht nichts über Hubraum, Raum und Fläche. Komprimierung und Universalisierung bedeuten bekanntlich immer auch Nachteile. Je nach Ambition kann das Mittel zum Zweck sein bzw. nicht stören.
Ich denke da an gezieltes Optik-Design wie z.B. Heliar und Tessar. Wer die unterschiedlichen Design-Charaktere kennt, der kennt (sieht) auch ihre Wirkung in Verbindung mit Aufnahmemotiv, unterschiedlichen Aufnahmeformaten und Printformaten. Zu diesem Teil des Fine-Tunings gehören übrigens auch unvergütete Optiken.
Für mich liegt die analoge Photozukunft neben Historiker -und Archivarinteressen in einer möglichst breiten Sensibilisierung bei "Machern" und Konsumenten.

Ach ja, die Photographie hat die Malerei -wie einst befürchtet- nicht ersetzt. Das lässt hoffen.

MFG, Rainer

Der Beitrag wurde von rhineroo bearbeitet: 2012-06-29, 23:55
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